|
Absurdes aus aller Welt. Aphorismen,
Aussprüche, Floskeln, Krempel.
Unzensiert zusammengetragen. Eintragungen
bitte hier vornehmen!
Archiv Seite >1< ·
Seite >2< · Seite
>3< · Seite >4< · >aktuelle Absurdia<
·
>Hauptseite<
Anmerkung: Dies ist nun also schon die vierte Seite voller
Mitteilungen, die irgendwer irgendwann an den Absurd-Master geschickt
hat. Handelt es sich um einen Sprachfriedhof oder um intellektuelles
Hintergrundgemurmel? Wer weiß?
|
 |
Unruhig bewegten sich seine Augen von links oben nach
rechts unten. Er hatte das gesamte Gebiet im Blick, aber er konnte keine
Auffälligkeiten vernehmen.
Nur das leise Zischern einer Amsel störte dieses Stilleben. Gekonnt
griff sie Dschordsch aus der Luft und machte ihr den Garaus. Ja, der
Cowboy war schon ein harter Bursche, der es mit allen aufnehmen konnte.
Nach diesem wohlschmeckenden Intermezzo (jawohl, Amseln sind sehr
köstlich). ritt der Ölturm ein Stück weiter in Richtung Kaktus. Diese
Art von Pflanzen hatte ihm schon öfter geholfen, wie damals im Krieg
zwischen Griechenland und der Terrorelite des 1.FC Kaiserslautern. Seite
an Seite hatte er mit den Kakteen gekämpft und die Übermacht endgültig
zerschmettert. Aber das war bereits Jahre her. Es war eine andere Zeit
mit anderen Gefahren.
Der Kaktus begrüßte Dschordsch mit einem Schweigen. natürlich konnte er
diese Geheimsprache der Kakteen verstehen. Der Feind war also diesen Weg
gegangen und hatte sich in Richtung Berge verzogen. So ein Feigling. Die
wichtigste Information ließ der Kaktus beinahe beiläufig verlauten. Er
erwähnte nämlich, dass der Platzhalter einen Anzug aus Reflektoren trug,
damit er von vorüber fahrenden Autos nicht erwischt werden konnte.
Nun war alles klar. Der Cowboy hatte dieses seltsame, höchst
ungewöhnlich wirkende Licht schon Tage zuvor am Horizont gesehen, sich
dabei aber nichts gedacht. Er dachte, dass es sich dabei um eine intakte
Antilopenfamilie handelte, die fröhlich ihrem alltäglichen Treiben
nachging, aber es war ganz anders.
Mit diesem neuen Wissen machte sich Dschordsch auf und davon, aber nicht
ohne dem Kaktus vorher mit wilden Gesten und einem bezaubernden Lächeln
in den Ohren verabschiedet zu haben.
Aufgrund der Dunkelheit verlangsamte Dschordsch aber bald sein
überhöhtes Tempo und überlegte sich, ob es nicht vielleicht besser wäre,
ein Nachtlager aufzuschlagen. Lässig ließ er sich von seinem Satteltier
fallen und zauberte sich eine kleine Oase der Erholung. Sein portables
Wasserbett sollte ihm auch diese Nacht wieder gute Dienste als
Schlafplatz erweisen. Schnell noch den Schlafanzug umgeschlagen und
schon konnte es aufgehen ins Land der Träume.
Aber diese Nacht träumte der Cowboy nicht.
|
odawas odawas okarass nass
(vermutlich ein Psyeudonym)
|
 |
Ich fände es absurd, wenn man
alle Tiere eines Zoos von einer Klippe werfen würde. Denn Elefanten
können vielleicht nicht schwimmen. Aber wenn der Meeresgrund voller
Tiere wäre, fände ich das auch nicht so schön. |
knechto |
 |
Schnaps
Kapitel 1
Die harte Schildkröte war jetzt schon eine halbe Stunde vor dem Zug.
Doch nichts regte sich. Der kühle Wind der Bise, der dem öden Plätzchen
den letzten Reiz gab, wehte durch das Tal.
Der Panzer der Schildkröte hatte sich in dieser Stunde, ohne dass diese
es gemerkt hätte, an den blauen Zugwaggon angefroren, sodass sie keine
Möglichkeit hatte ihrem Tod zu entrinnen. Die Kröte kratzte langsam ab.
Doch plötzlich dümpelte ein Besoffener (jaja, es war Alfred) an ihr
vorbei und stolperte über eine Kriegsleiche. Dies war schlimm. Denn die
kleine Benjamine bemerkte, durch ihr wahnsinniges Gehör die unsteten
Geräusche des bestimmbaren Bären. Sie eilte in ihrem Auto durch das Tal,
um den Besoffenen Alfred zu plätten. Dies gelang ihr auch. Aber Oh
Schreck!
Der bestimmbare Bär war zur Besinnung gekommen. Sofort verwandelte er
sich in einen unbestimmbaren Bären. Dies jedoch gefiel der Benjamine gar
nicht. Im Gegenteil, es missfiel ihr sogar. So holte sie aus dem
frischlakierten Auto ihr Maschinengewehr heraus, erschoss den höhnisch
lachenden Eisvogel im Geäst und knallte den Bären nieder.
Mit einem schiefen Grinsen setzte sich das kleine Mädchen in ihr blaues
Auto und raste davon.
Kapitel 2
Der rostende Wagon stand noch immer an seinem Platz. Die karge
Landschaft, spärlich bewachsen mit einigen verschneiten Kakteen und
Palmen, umsäumte das Grab der Schildkröte Grüdel. Niemand hatte erbarmen
mit dem armen, kleinen, verlassenen Krötchen, dass vor sich hin
vegetierte wie die Soldaten im 1.WK.
Olga, die Russin, war auch des Wegs. Fast überfahren von einem hämisch
lachenden Mädchen (ihr Gelächter widerschallte noch eine Weile im nun
von Wolken vergangenen Tal), begab sie sich zum Eisenbahnwagon, um sich
ein bisschen aufzuwärmen.
Als sie aber das arme Grüdel sah, wie es jammerte und gequält zu ihr
hinaufsah, packte Olga das nackte Grauen. Laut quietschen vor Angst und
mit verkrampften Halsmuskeln stieb sie davon.
„Flieh! Flieh!“ rief die Schildkröte. Aber die olle Olga kam nie mehr
zurück.
Langsam jedoch fing es Grüdel an zu gefallen, sterbend an einem
Eisenbahnwagon zu kleben. Schon bald fing sie an zu lauthals zu singen,
zu komponieren und probierte zweistimmig „frère jacob“ zu singen. Da sie
aber kein Französisch konnte scheiterte ihr vorhaben. Von nun an war ihr
Tod gewiss.
Kapitel 3
„Du Alfred, was liegst du da so rum?“
Kapitel 4
Zwei schlecht angezogene Zigeuner waren erschienen. Ein dickes, auf ihre
Stirn genähtes Abzeichen, kennzeichnete ihre Abstammung. Sie waren es.
Die Horde der Apisoliten! Ihr auftauchen verhieß nichts gutes für die
zwei dicken Freunde Alfred, der am Boden, und Grüdel, der am
Eisenbahnwagon festgefroren war. Sie hatten auch reichlich Alkohol
mitgebracht, welches sie langsam über die zwei leerten. In der weiten
Einöde flogen nur einige Aprikosen durch die Luft.
Kaum hatten sie geendigt, waren sie auch schon platt. Das Mädchen schlug
wieder zu.
Grüdel und Alfred brannten. Ihr Tod war unausweichlich und sie litten
größte Qualen.
Kapitel 5
Olga hatte aber, obwohl sie geschworen hatte, nie wieder zu kommen, doch
wieder eine Sehnsucht nach der alten, verschimmelnden Kröte gepackt.
Eilends rannte sie aus ihrem Versteck in den Bergen den ganzen Hang
hinunter, wobei sie stolperte und sich einige Knochen brach, bis sie
unten angelangt war, bei ihrer geliebten Grüdel. Blut lief ihr aus den
Knien, welches sich aber in sekundenschnelle zu Eis verwandelte, sodass
sie am Boden festfror. Ihr Tod war nunmehr unausweichlich.
Kapitel 6
Die Zigeuner, die dies schöne Spektakel erleben konnten, da, wenn auch
platt, ihre Augen nicht geschädigt waren. Doch auch ihr Tod war gewiss.
Kapitel 7
Ein immer lauter werdendes Brummen erhellte die Luft. Zwei Lichter
rauschten mit dumpfen Getös durch die Dunkelheit. Es war das Mädchen.
Den Bären zurechtrückend steckte sie die paar gefrorenen Körper in
Brand, setzte sich und grillte sich ein Paar Schweinchen, die sie im
verwunschenen Öl-Tümpel fand.
Doch Gerechtigkeit musste gewaltet werden! Die gute Fee, die (ganz
unrechtmäßig) den Teufel in dem Mädchen sah, rief Zeus an, den Gott der
Meere, dass doch diese garstige Ausgeburt der Hölle mit einem schlichten
Gottseibeiuns darniederfegete.
Und der gute, barmherzige Zeus tat, was erbittet. Er ließ ein kleines
clauswitz’sches Krieglein über das Tal fegen, sodass Gut und Recht über
die Welt floss. Des Mädchens Tod war unbestreitbar. Und Zeus verschloss
die Himmelstür, denn auch er hatte nun Physik beim Plöss.
Da fiel der guten Fee ein, dass sie noch das Abendessen kochen müsse und
ließ den Leichenhaufen neben dem Wagon in der düsteren Atmosphäre der
Nacht, die über das bläuliche Tal fiel.
Alle Starben. Die gute Fee starb intellektuell, als sie behauptete, Gott
verbrenne seine Tannen auf der Sonne (denn es war ja Zeus und nicht
Gott), Zeus starb als er eine Physikaufgabe zu lösen versuchte, bei der
der Plöss strikte vor Missbrauch gewarnt hatte (da sind sie erschossen!)
Coninuatio
Ein Chiropraktiker kam am nächsten Tag durch das Tal und entdeckte das,
was ihn heute zu einem der renommiertesten Künstler der Welt macht. Mit
einem Topf Bastelleim und einer gewissen Handfertigkeit schuf er sein
Meisterwerk.
„Der schräge Krötenkopf des schiefen Mädchens“ ist noch bis am 12. März
im Kunstmuseum zu Bern zu besichtigen.
|
Kronos
(dezanets@netscape.net) |
 |
Ich hab hier noch einen Ausschnitt aus dem Buch "Die
abominable Geschichte des Mervin Friedrichsen" (Kapitel 2):
II. Das Gehör kommt nie beritten
Wie üblich, wie es sich zu so morgiger Zeit gehörte, wachte Otto auf.
Gähnend widersetzte er sich dem inneren Schweinehund, indem er ihn an
einen Pfahl band und ein paar mal hieb (mit einem Holzhammer), streckte
sich und setzte sich ächzend in Morgans Bett auf. Fast stolperte er über
die Katze, die Faust lesend am Boden lag, öffnete das Fenster, sodass
das Zimmer, in dem Otto geschlafen, in feurigen Schein gehüllt wurde,
dass alle metall’nen Gegenstände aufblitzten: Gewehre, Krückstöcke,
Korkenzieher, Goldzähne und, nicht zu vergessen, die Metallplatte in
Ottos Schädel, die er sich im rottamanischen Krieg zugezogen hatte.
Die grüngelbgestreifte Katze, die sich über sein rüpelhaftes Benehmen
fauchend beschwerte, kletterte in eiligen Krallenzügen (blutende Furchen
im Leibe des Ottos hinterlassend) an seinem Körper hinauf und biss sich
zuletzt an seinem Hinterkopf fest.
Da geriet Otto in Panik. Wild versuchte er mit heftigen Kopfbewegungen
in alle Richtungen das Felin loszuwerden, dieses jedoch hielt sich
tapfer an seinem Haupte fest. Ottos Gesicht verdunkelte sich zusehends,
bis es dunkelrot zu glühen anfing und allmählich Dampfwolken den Raum zu
verdunkeln und die feurigen Sonnenstrahlen zu verdrängen begannen, dass
stickige, gelblich anmutende Gasschwaden sich nach und nach mit den
Dampf vermischten.
In einem lauten Knall platzte Ottos Kragen (und flog fröhlich jauchzend
davon). Er packte mit seiner muskulösen, behaarten Hand die Katze, riss
sie sich vom Kopf, wobei sich die Metallplatte, in die sich die Katze
verkrallt hatte, mitlöste. Wutentbrannt spannte der Bulgar’ die Katz’
zwischen Tür und Bett’, spielte ein Sonnet, ermittelte mit einigen
Gewichten und Maßstäben die Gravitationskonstante bis auf die vierte
Nachkommastelle genau und löste zuletzt die Katze aus ihrer misslichen
Lage, um sie um den Schweinehund zu wickeln, damit er nicht kalt bekäme.
Genüsslich und glücklich brummend konnte sich Otto der Bulgar nun zum
Frühstück begeben, zum mit zahlreichen Squisitäten belegten Tisch
(gedörrte Flugmandarinchen, in Essig gelegte kolemanische Malediven,
zitronensüße Hyänenbeinchen, geröstete Kanapés mit frühlingsduftenden
Poltronen, u. v. m.).
|
Kronos
(dezanets@netscape.net) |
 |
hier ein gedicht, dass ich mentaler fluktuation schrieb:
Warum sind die Hühner losgefahren?
Sie waren wohl gewachsen
wie hatten sie es erfahren
noch kaum Erwachsen
Abgebracht hätten die Hennen
ein bekömmliches Süppchen
warum mussten sie rennen?
arme kleine Püppchen
War es das warzige Schwein
das mit den rosa Runzeln
als es in Messers Pein
anfing zu schmunzeln?
Oder etwa der Knecht
mit der stählernen Mistgabel
er besaß kein Recht
auszuplaudern der Geschichte Nabel
Doch das geschwungene Pferd
das mir zu Lebzeit diente
liegt jetzt auf dem Herd
brutzelt dahin mit Wein und Hirse
Frühmorgens dünkt es mich
hätt’ ich wahrlich gehört
ein eigenartiges Düftchen mir entwich
hat dies die Hühner gestört?
Des Nachbars blauer Sohn
aufgrund des Gendefekts
mir entgegentritt mit viel Hohn
ist meiner höchst Suspekt
Deshalb holt’ ich hervor
mein Flobert aus der Kammer
erschoss den farb’gen Tor
und hieb noch drauf mit dem Hammer
Dies jedoch erzürnt’ den Vater
der in den Traktor sich setzte
er ward für mich zu einer Marter
als er durch die Felder flitzte
Meinereiner gut gewappnet
setzt’ mich auch in Traktors Sitz
schön mit Spaten aufgesattelt
und der Gabel, schon gespitzt
In brumendem Getös an mir vorbei
rauschte Herr von Sauerbrei
Bleifuss war des Mannes Gedank’
als er im tiefen See versank
So ward der Streit schön gelöst
nur eine war noch krieg’risch scharf
nur die Mutter ganz nervös
Nudelhölzer nach mir warf
Nach kurzer Zeit jedoch ihr schwanden
die Hölzer in dem Schrank
mit dem Gedank’ der Raserei
auch sie im See versank
Da wusst ich auch wo die Hennen
sich erbärmlich verkrochen
sie hielten ein Traktor-Rennen
so dass alle in den See hineinblochten |
Kronos
(dezanets@netscape.net) |
 |
butt ist nazi hat kein geld!
indisch, er bekocht die welt.
dank döner wird sie schöner!
hindu! kusch! kikeriki, miau, wuff
mit viel schaf?!
leber wurst als käse,
aff aff aff!
stöffien, tippien, ciaodien, türs |
joerbat |
 |
Absurd ist es: hier einen Text
zu schreiben, aber mit meiner Nachbarin habe ich seit Wochen nicht mehr
gesprochen. oder in einer Rüstungsfabrik Panzer zu bauen und am Sonntag
in der Kirche für den frieden zu beten. |
ralph
(ortmueller-ralph@gmx.de) |
 |
das absurde absurbiert bier.
und das ist noch nicht alles... |
gruner |
 |
Absurd, aber wahr:
Am nihilistischsten sind wohl die Nihilisten, welche den Nihilismus
negieren. |
Julius |
 |
Anweisung an Sisyphos
So heißt ein Gedicht von Hans Magnus Enzensberger. Das ist ganz wunderbar, darf aber
nicht so einfach auf einer Webseite zitiert werden, weil es ja ein
Urheberrecht gibt.
Aus diesem Grund sei die Lektüre des Gedichtbandes "Verteidigung
der Wölfe" anempfohlen, in dem das Gedicht abgedruckt ist. Kostet
auch nicht die Welt. |
friendoftheearth@gmx.de zitiert Hans Magnus Enzensberger |
 |
(warum) ist 1 1 |
charlotte (clebowsky@gmx.de) |
 |
APSURT gefällt mir besser; die nächste Rechtschreibreform
wird es ohnehin richten! |
Erik Karl |
 |
Alkohol ist absurd! |
*@absturz.org |
 |
Ihr wollt Absurdes
lesen/schreiben? Besucht mal
http://www.faltland.ch. |
lapetite@faltland.ch |
 |
Die absurdesten Gedanken
bekommen am meisten Nahrung, so dass der absurd
Denkende am Ende sogar noch daran glaubt was er denkt. Das ist es, was
einen Menschen verrückt machen kann... |
Florian |
 |
ab und surd komm ich mir selbst
absurd vor |
Ralf Retzler |
 |
wenn feuer und eis zu einer einheit zerschmilzt, wenn sich
licht mit schatten vereint, dann werden wir fühlen was wir fühlten, als
wir frei waren.... |
Thomas |
 |
mein problem ist semantisch und syntaktisch einfach zu
fassen, und doch hat es grössere auswirkungen als eure absurden texte
(dieser frintrop scheint jemand zu sein, der front, seine gedanken seien
etwas besonderes, wenn nicht das geheimnis schlechthin)
es gibt viele solipsisten, und als solche sehe ich euch,
doch in wahrheit seit nicht ihr die wunder unserer gemeinsamen existenz
sondern vielmehr die bodenständigen und wie ihr es wohl gerne hättet die
einfachen menschen.
ich bin ein alltäglicher mensch mit normalen problemen, und das
macht meine probleme ernsthaft. wie steht es um euch
|
hakan karaca |
 |
Die Unbeschreiblichkeit des Absurden
Gestern sprach ich mit gescheiten
Menschen über Dinge
die zu klären in der weiten
Tiefe nie gelinge.
Beispielsweise das Absurde
jeder Deutung ferngeblieben
wird nicht, kann nicht, wurde
auch noch nie beschrieben.
Denn dies sei ja g'rad' sein Wesen
sich der Klärung zu entziehen
Die Versuche: reine Thesen
schwacher Theorie entliehen.
Allenfalls ließ es sich zeigen.
und selbst Denkgerüsterschaffer
wie die Philosophen neigen
hier zum Mittel der Metapher.
So die These, doch "Moment"
warf ich schüchtern ein:
Wenn man dies "absurd" schon nennt
kann's nicht unbeschrieben sein.
Über Brillenränder milde
erst geblinzelt, dann geknurrt:
"Du bist wohl nicht ganz im Bilde
lieber Freund: das ist absurd." |
Harry Boldt |
 |
wenn die blackbox eines flugzeugs unkaputtbar ist, warum
bauen die dann nicht das ganze flugzeug aus dem material? |
nobuddy |
 |
was glaubt ihr wohl, wie man sich fühlt, wenn man im 1.
stock wohnt, zur wohnung aber mit dem aufzug nach UNTEN fährt! |
Dirk B. |
 |
Das schlägt dem Faß den Boden aus. |
Max |
 |
Hm? ... Ach so! ... Ne? Was? ... wie? ...ja, Warum denn
nur? ach? ... so ist das also? nee! ... ornaWAS? ... nee! Ich doch nich!
Das ist vollkommen.... was? achso!.... nene,... hä? ....Schon gut ....
Tschüß! |
Oliver Hawke |
 |
Basketball WM in USA. Mitten in der Nacht die Begegnung:
Deutscheland gegen Amiland.
Die ARD überträgt live!!!
Das Spiel rasend schnell, "sensationell" wie der ebenfalls sehr schnelle
Kommentator meint. "The German Wonder" - Dörk Nowitzky! Alle spielen
super, doch die atemberaubendste Performance kommt vom Kommentator. Der
Typ ist Adlerauge in Person. Er sieht alles, kennt jeden und brilliert
mit hellseherischen Fähigkeiten. Bei jedem Dreipunktewurf erkennt dieses
Genie, dieser Seher, im Ansatz, ob das Ding sitzt! Ich bin von ihm und
dem Spiel restlos begeistert. Ich erfahre, "daß Deutschland, historisch
gesehen, vermutlich zum ersten Mal gegen ein aus NBA-Profis bestehendes
Basketballteam, das die USA vertritt, in Führung geht." Yes, ich spüre
den Atem der Geschichte, bin hellwach, voll dabei, als es passiert. Der
Schnellsprecher interpretiert irgendein Geschehen völlig falsch. Aus
meiner Sicht sein erster gravierender Fehler. Ich meine: ich bin
Fußballfan und muß mich gezwungenermaßen über H. Fassbender und
neuerdings Beckmann ärgern, was bedeutet da schon ein Fehler.
Aber absurderweise wird mir aufgrund dieses
Fehlers deutlich: Das Bild hat ein "Delay", kommt später in meinem
Wohnzimmer an als der Ton! Der Typ ist gar kein Genie. Von wegen
Adlerauge! Das Bild kommt schlicht geschätzte 1,5 - 2,5 Sekunden später
als der Kommentar. Die Amis stellen die Verhältnisse wieder klar, gehen
in deutliche Führung. Am Ende haben sie vermutlich wie erwartet
gewonnen. Ich habe davon nichts mehr mitgekriegt, denn ich schlief
erschöpft ein. Gnadenlos der Illusion beraubt, den weltbesten TV
Sportkommentator live erlebt zu haben. In der Nacht träume ich, wie die
Stimme des Kommentators ein Gesicht bekommt und mir aus einer
Bierwerbung zuprostet. Und ich denke: Wow, außer mir hat keiner was von
dem "Delay" mitkommen. |
Desartes |
|
Die wahre Identität der Schreiber kann in keinem Fall gewährleistet
werden. (Identität ist ja bekanntlich nichts als eine geistig verarmte
multiple Persönlichkeit.) |