refugium sonans

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ein projekt von
gabriele allendorf &
andreas daams

vorbemerkung

was ist refugium sonans?

hörrohre  
hörraume  
hörschienen  

  

konzept als pdf-datei   


REFUGIUM SONANS, das sind kleine, transportable Raum-Einheiten, teils aus dem Alltag bekannt, teils Kunstprodukte oder Zitate aus früheren Zeiten. Jeder Raum faßt eine oder mehrere Personen (Zuhörer) und setzt sie „inszenierter“ Musik aus. Der Zuhörer erläuft sich sein Stück Musik, indem er von Raum zu Raum wandert. Kein anderer macht dieselben Erfahrungen wie er, denn die Musik verwandelt sich von Zuhörer zu Zuhörer neu, sie wird von Zufällen gesteuert, von streng vorgegeben technischen Abläufen oder von den Bewegungen bzw. Lautäußerungen des Zuhörers. Computertechnologie macht dies möglich.

Raum Nr. 10 - Peepshow
[Peepshow]


REFUGIUM SONANS
verkehrt die Raum-Zeit-Zuhörer-Achse. Das Individuum wird isoliert. Bisweilen wird er Auslöser von Musik: denn aus der Sicht der reinen Musik ist natürlich der Mensch funktional, der dazu da ist, sie zu erzeugen und am Leben zu erhalten. Der Mensch wird zum Objekt der Musik. Das Konzert dauert Wochen oder Monate, und der einzelne Zuhörer ist ein Instrument, mit dem die Ausstellung spielt.

REFUGIUM SONANS macht Musik begehbar.

REFUGIUM SONANS öffnet Räume.

Wie jede Zuflucht ist allerdings auch diese nicht widerspruchsfrei, sondern von außen bedroht und gefährdet. Und sie hat natürlich ihre Geheimnisse.

Die Bestandteile von REFUGIUM SONANS sind deshalb fest miteinander verzahnt. Man kann jedes Klanggeschehen von einem anderen Klanggeschehen, von einem oder mehreren Zuhörern oder von äußeren Gegebenheiten (z.B. der Wetterlage) abhängig machen. Diese Verzahnungen (Parameter zur Steuerung der Musik) können jeweils anhand der Gegebenheiten „des Aufführungsortes“ neu definiert werden.



Zu Raum Nr. 10:
In einem sechseckigen Raum spielt ein Musiker. Ringsum befinden sich sternförmig angeordnet Kabinen mit Guck- und Hörlöchern. Der Musiker kann die Zuschauer nicht sehen und nicht hören, wohl ist dieses umgekehrt möglich. Vor den Hörlöchern befinden sich Klappen, die in einem bestimmten Rhythmus zufallen und sich wieder öffnen. (Alternativ: neben dem Fenster befinden sich Kopfhörer, die aber nur alle paar Minuten funktionieren.) Der Zuhörer wird daher das gespielte Stück nur in Ausschnitten genießen können.


konzept als pdf-Datei



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