REFUGIUM SONANS verkehrt die Raum-Zeit-Zuhörer-Achse. Das Individuum wird
isoliert. Bisweilen wird er Auslöser von Musik: denn aus der Sicht
der reinen Musik ist natürlich der Mensch funktional, der dazu da
ist, sie zu erzeugen und am Leben zu erhalten. Der Mensch wird zum
Objekt der Musik. Das Konzert dauert Wochen oder Monate, und der
einzelne Zuhörer ist ein Instrument, mit dem die Ausstellung
spielt.
REFUGIUM SONANS macht Musik begehbar.
REFUGIUM SONANS öffnet Räume.
Wie jede Zuflucht ist allerdings auch diese nicht widerspruchsfrei,
sondern von außen bedroht und gefährdet. Und sie hat natürlich
ihre Geheimnisse.
Die Bestandteile von
REFUGIUM SONANS sind deshalb fest miteinander verzahnt. Man kann
jedes Klanggeschehen von einem anderen Klanggeschehen, von einem
oder mehreren Zuhörern oder von äußeren Gegebenheiten (z.B. der
Wetterlage) abhängig machen. Diese Verzahnungen (Parameter zur
Steuerung der Musik) können jeweils anhand der Gegebenheiten „des
Aufführungsortes“ neu definiert werden.